Silkerode – Beim Neubau einer Kläranlage stellte die SFS International GmbH zwei Spundwandverbauten mit 532m² Spundwandfläche, Vorbohrungen und Gurtung her – ausgeführt mit einem ABI TM 11/14.
Beim Neubau einer Kläranlage in Silkerode übernahm die SFS International GmbH die Herstellung der temporären Baugrubenverbauten für ein Vorklärbecken sowie einen Schlammspeicher. Die beiden kreisrunden Verbauten mit einem Durchmesser von jeweils 8,10 m dienten als Einbaugruben für vorgefertigte Stahlbeton-Fertigbecken. Neben der fachgerechten Herstellung der Verbauten stellte insbesondere der geringe Abstand zwischen den beiden Baugruben hohe Anforderungen an Planung und Ausführung.
Anspruchsvolle Ausführung auf engstem Raum
Eine besondere Herausforderung stellte der äußerst geringe Abstand zwischen den beiden Baugruben dar. Mit lediglich 0,90 m Abstand zwischen den äußeren Spundwandachsen war der verfügbare Arbeitsraum stark eingeschränkt. Dadurch musste der Gerätefahrer den Einbau der Spundwandbohlen in mehreren Arbeitsschritten durchführen. Zunächst wurden Teile der Spundwand von der Innenseite zwischen den beiden zukünftigen Becken aus eingebracht. Anschließend wurde das Gerät außerhalb der Baugruben positioniert, um die verbleibenden Bohlen von außen zu rammen. Diese präzise Arbeitsweise erforderte ein hohes Maß an Erfahrung und exakter Maschinenführung, um die geforderte Einbaugenauigkeit trotz der beengten Platzverhältnisse sicherzustellen.
Vor dem Einbringen der Spundwandbohlen wurden umfangreiche Vorbohrarbeiten ausgeführt. Hierfür stellte SFS Vorbohrungen mit einem Durchmesser von 350 mm in einem Achsabstand von 0,67 m her. Die Vorbohrungen erleichterten das anschließende Einbringen der Spundwandbohlen mittels mäklergeführter Vibrationsrammung und sorgten für einen kontrollierten sowie erschütterungsarmen Einbau.
Ressourcenschonender Verbau mit Wiederverwendung
Zum Einsatz kamen Spundwandbohlen des Herstellers terra infrastructure vom Typ FLP 700/8 in der Stahlgüte S355. Das Leichtprofil eignet sich besonders für temporäre Verbaumaßnahmen, da es eine hohe Tragfähigkeit mit einem vergleichsweise geringen Eigengewicht verbindet. Dadurch lassen sich die Bohlen effizient transportieren, präzise einbauen und – wie bei diesem Bauvorhaben vorgesehen – nach dem Rückbau problemlos für weitere Bauabschnitte wiederverwenden.
Insgesamt wurden 64 Spundwandbohlen mit einer Länge von jeweils 9,00 m eingebracht. Die hergestellte Spundwandfläche betrug insgesamt 532 m². Zur statischen Aussteifung der beiden Verbauten wurden zusätzlich eine obere und eine untere Gurtung hergestellt.
Neben den eigentlichen Verbauarbeiten führte SFS außerdem drei Reihen Lockerungsbohrungen für den späteren Bau einer Scheibentauchkörperanlage aus. Diese Maßnahme schafft die Voraussetzungen dafür, dass die temporär eingebrachten Spundwandbohlen nach Fertigstellung der Klärbecken wieder erschütterungsarm gezogen und anschließend für einen permanenten Verbau im Bereich der Scheibentauchkörperanlage wiederverwendet werden können. Dadurch werden Materialressourcen effizient genutzt und der Bauablauf wirtschaftlich optimiert.
Präzise Planung und zuverlässige Umsetzung
Die Leistungen der SFS International GmbH umfassten die komplette Bauausführung einschließlich der Berechnung eines statischen Schnittes, der Prüfstatik sowie der erforderlichen Probebohrungen. Für die Ausführung kam ein ABI TM 11/14 zum Einsatz. Trotz der anspruchsvollen Platzverhältnisse konnten sämtliche Arbeiten innerhalb des vorgesehenen Bauzeitraums vom 19. April bis 15. Mai 2026 termingerecht und mit hoher Ausführungsqualität abgeschlossen werden.
Baustellenfotos
Projektdaten
Projekt: Neubau Kläranlage Silkerode
Ausführungszeitraum: 19.04. – 15.05.2026
Leistung:
- Bauausführung
- Berechnung eines statischen Schnittes
- Prüfstatik
- Probebohrungen
Ausführung:
- 2 kreisrunde Spundwandverbauten (Ø jeweils 8,10 m)
- 64 Spundwandbohlen à 9,00 m
- 532 m² Spundwand
- obere und untere Gurtung
- Vorbohrungen Ø 350 mm im Abstand von 0,67 m
- 3 Reihen Lockerungsbohrungen
Spundwandprofil:
terra infrastructure FLP 700/8, Stahlgüte S355
Eingesetztes Gerät:
ABI TM 11/14
Weiterführende Links:
Profiltechnik von terra infrastructure GmbH






















